Werkarchiv

Ursula Willenegger-
Röthenmund

Architektin ETH SIA


Ursula Willenegger-Röthenmund (*1951) wuchs im Baselbiet auf, als Tochter Heidi Röthenmund-Kirchhofers und des Bauingenieurs Christian Röthenmund — das Bauen war früh Teil der Familie. Nach dem Gymnasium in Liestal studierte sie Architektur an der ETH Zürich, wo sie 1976 bei Prof. Dolf Schnebli diplomierte. Schon im Studium lernte sie Helen den Hartog kennen; 1973 verfassten die beiden ihre erste gemeinsame Semesterarbeit — der Beginn einer Partnerschaft, die ein ganzes Berufsleben tragen sollte.

Nach Jahren in verschiedenen Büros machte sich Ursula Willenegger selbständig und gründete mit Helen den Hartog das Büro Willenegger und den Hartog Architektinnen (WDH) in Gipf-Oberfrick. Dort vereinte sie Wohnhaus, Atelier und späteres Bürogebäude auf einem einzigen Grundstück — Familie und Arbeit unter einem Dach.

Ihr Werk reicht von Neubauten über den Umbau denkmalgeschützter Häuser bis zu Schulanlagen und Wohnsiedlungen. Es trägt eine unverkennbare Handschrift: das behutsame Einfügen in Ort und Landschaft statt der grossen Geste, ökologisches Bauen mit Holz und Sonne, und Grundrisse, die das Zusammenleben offen und durchlässig denken. 1994 erhielt ein von ihr geplantes Wohnhaus in Murten den Schweizerischen Solarpreis, überreicht von Bundesrätin Ruth Dreifuss. Ende der 1990er-Jahre entstand mit der Siedlung «Zytglogge» in Sissach ein vielbeachteter Ort, an dem Jung und Alt bewusst zusammenleben. 2003 folgte die Wohnsiedlung Horburghof in Basel.

Ursula Willenegger-Röthenmund als junge Architektin an ihrem Zeichentisch
Ursula Willenegger, 1976
Ursula Willenegger und Helen den Hartog als junge Architektinnen, 1977
Farbige Schnittzeichnung der Wohnsiedlung Horburghof, Basel
Weisses Architekturmodell eines Mehrfamilienhauses
Ursula Willenegger auf der Baustelle
Preisverleihung Schweizer Solarpreis 1994